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Artikel vom 18.10.2018

Von der Stadtbücherei zum Stadtarchiv

Dr. Sühl, vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (links) überreicht dem hocherfreuten Bürgermeister Nils Hammerschmidt den Förderbescheid in den Räumen des Museums

Fördermittel vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
Das Stadtarchiv ist als Maßnahme im Stadtentwicklungskonzept 2030 fest verankert. Es ist einer der bedeutendsten Erinnerungsorte der Stadt. Das Gebäude im Bauhausstil beherbergt einzigartige kulturgeschichtliche Zeugnisse der Stadt. Am Dienstag, dem 11.September 2018 empfing Bürgermeister Nils Hammerschmidt Staatssekretär Dr. Sühl, vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und erläuterte ihm den derzeitigen Zustand des Museumsgebäudes mit Archiv sowie die Vorhaben der Stadt. Dabei zeigte sich dieser angetan vom Stadtmuseum und sah auch, dass das Archiv noch weit davon entfernt ist, Kleinod genannt zu werden. Doch man will Abhilfe schaffen, denn die Kosten für das Archiv betragen insgesamt 330 000 Euro. Dr.Sühl überreichte einen Förderbescheid über 264.000 Euro, was einen Anteil an der Gesamtsumme von 80 Prozent ausmacht. Das Stadtmuseum wurde schon in den 2000er-Jahren umfassend saniert. Teil des Gebäudekomplexes Stadtmuseum ist das Stadtarchiv. Das Gebäude, welches heute die Räume des Stadtarchivs beherbergt, wurde 1929 als Stadtbücherei errichtet und 1952 zum Stadtarchiv umfunktioniert. Dabei entfernte man das originale Interieur und verbaute das Gebäude mit Regalen und Möbeln der Nachkriegszeit bis zur Unkenntlichkeit seiner einstigen Schönheit. Wirkliche Umbaumaßnahmen – wie etwa das Entfernen der originalen Wände oder der Einbau neuer Wände – fanden nicht statt. Selbst die originale farbliche Fassung der Räume wurde in großen Teilen belassen. Nach der völlig kenntnis- und stillosen Umfunktionierung zum Stadtarchiv konnten sich große Teile der originalen Inneneinrichtung des Gebäudes in den Magazinen des Städtischen Museums erhalten. Jenes Interieur soll bei seiner Wiedernutzung das Stadtarchiv Zeulenroda zu einem Höhepunkt der Architektur der 1920er- Jahre in Zeulenroda werden lassen.

Ein öffentlicher, historischer Lesesaal soll entstehen
Im ehemaligen Leseraum soll eine Projektionswand für visuelle Präsentationen mit in das Umbaukonzept einbezogen und bei Vorträgen genutzt werden. In diesem Benutzerbereich ist zudem eine ständige Zeulenrodaer Bauhausaustellung auf Grundlage des umfangreichen Fotobestandes der Fotothek Freytag vorhanden. Die Firma Freytag war ein familiengeführtes Zeulenrodaer Fotografenatelier, dessen Inhaber in den 1860er bis 1950er Jahren ca. 5.000 Fotos mit Zeulenrodaer Stadtansichten schufen. Zahlreiche Gebäude der Neuen Sachlichkeit, die einst das Stadtbild Zeulenroda prägten (etwa Firmengebäude Hausold, Stöhr, May) wurden in den 1990er Jahren abgerissen und existieren heute nur noch auf diesen historischen Fotos. Daneben sind natürlich auch die noch existierenden Gebäude dieser Zeit (auch das Stadtarchiv) mit Außen- und Innenansichten überliefert. Diese Fotos befinden sich im Besitz des Stadtarchiv Zeulenroda. Der zweite Raum im alten Stadtarchiv diente und dient als Magazin und Büro der Stadtbücherei. Der Altbau soll die Funktion eines öffentlichen, historischen Lesesaals mit Handarchiv als Nutzungseinheit des zentralen historischen Stadtarchivs erhalten.

Ein Zweckbau für die Archivalien schon 2019
Zur Unterbringung der historischen Archivalien ist ein zweigeschossiger Anbau an das Archiv geplant. In diesem sollen die historischen Archivalien unter besonderen fachgerechten, raumklimatischen Bedingungen sicher gelagert werden. Dafür ist eine Schiebe-Regalanlage für 400 laufende. Meter Archivalien vorgesehen. Mit der Sanierung des Archivs wird die Neugestaltung des gesamten Ensembles des Museums abgeschlossen. Noch im Frühjahr 2019 sollen die Ausschreibungen erfolgen und das Bauamt strebt eine Fertigstellung in demselben Jahr an.