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Aktuelles
Artikel vom 06.11.2018

Anitas Marmeladenverkostung

Anita Seifert lässt die Landfrauen ihre Marmelade probieren.

Wildfrüchte und ihre Verarbeitung – dieses Thema für die Bildungsveranstaltung der Bernsgrüner Landfrauen im Oktober hätte nicht treffender und passender sein können. Dazu kam mit Anita Seifert aus Pausa eine kompetente Kräuterexpertin mit wertvollen, informativen Tipps rund um die Marmeladen- und Teeherstellung aus Wildfrüchten und Kräutern der Natur. Die Kräuterfrau zeigte nicht nur auf, aus welchen Früchten sie die Marmelade macht, sondern ließ die Frauen an ihrer herbstlich geschmückten Tafel auch davon kosten. Ob aus Schlehe, Kornelkirsche, Hagebutte, Eberesche und Sanddorn, alle Marmeladen waren einfach nur lecker und köstlich. Anita Seifert verriet auch die ergänzenden Zutaten zu den Wildfrüchten, die der Marmelade eine ganz besonders aromatische Note geben. So verwendet sie zur Herstellung auch Himbeeren, Rhabarber, Feigen, Granatapfel, Aprikosen, Johannisbeeren und Orangensaft und Kokosmilch. „Aber ich mache nicht nur Marmelade. Wenn ich draußen unterwegs bin, sammele ich auch Kräuter für Tees und Hustensirup. Früher war ich manchmal 30 km am Tag unterwegs. Das geht jetzt nicht mehr“, berichtet die agile 70-Jährige. Jetzt baut sie in ihren zwei kleinen Gärten viele Heilkräuter selber für den Sommer-, Kräuter-, Erkältungs-, Haus- und Kindertee an. „Die Mischung macht`s beim Tee“, so Seifert. Wer draußen sammelt, sollte Kräuter nie direkt an der Straße, sondern auf der Wiese oder am Waldrand zupfen, rät sie. Zum Probieren hatte sie auch ihren Hustensaft aus Thymian, Eibisch und Fichtenspitzen mit. „Das ist Medizin“, sagt sie. Anita Seifert macht aber auch auf die Veränderungen zum Negativen in der Natur durch den Klimawandel und in der Landwirtschaft aufmerksam. „Wuchsen früher noch Feldstiefmütterchen auf den Feldern, findet man heute nichts mehr. Aber nur in den wilden Feldstiefmütterchen stecken die Heilkräfte“, weiß sie aus Erfahrung. Deshalb sei es auch wichtig, genau zu überlegen, was wir im Garten anpflanzen. Der Vortrag mit Verkostung war nicht nur äußerst interessant, sondern auch sehr lehrreich. Es fand eine sehr rege Diskussion statt, konnte doch die ältere Landfrauengeneration ebenfalls ihre Erfahrungswerte einbringen, austauschen bzw. Neues dazu lernen.
Text/Foto: Gabriele Wetzel