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Aktuell
Artikel vom 20.01.2020

Das Forstamt informiert

Forstamtsinformation aktuell

Sehr geehrte Waldbesitzer,

wieder liegt ein Jahr hinter uns, in dem nicht an eine geregelte Waldbewirtschaftung zu denken war. Stattdessen galt es wie in 2018 mit viel Kraft, Geduld und Engagement den verschiedensten großen und kleinen Problemen Herr zu werden.

Gleich zu Beginn des Jahres führte Schneebruch zu teilweise massiven Schäden, vor allem in jüngeren Kiefernbeständen. Die darauffolgenden Winter- und Frühjahrsstürme waren zwar nicht so verheerend wie 2018, hatten aber aufgrund der vielerorts offenen Waldränder und aufgelichteten Bestände erhöhte Angriffsflächen. Konnte das Schadholz nicht rechtzeitig entfernt werden, wartete eine im Vorjahr stark angestiegene Borkenkäferpopulation und machte dem Waldbesitzer ab April bis in den Herbst hinein schwer zu schaffen. Leider gab es auch 2019 nicht genügend Niederschläge und viel zu warme Temperaturen. Wie sehr unser Wald leidet wird auch dadurch deutlich, dass eigentlich trockenheitsertragende Baumarten wie Kiefer, Lärche und Eiche anfällig für Schädlinge wurden. Fast alle Baumarten hatten unter der Trockenheit und Wärme zu leiden.

Zu diesen klimatisch bedingten Vitalitätsproblemen der Bäume kommt noch ein sehr schwieriger Holzmarkt mit niedrigen Holzpreisen und großen Absatz- und Abfuhrproblemen. Der Erlös aus den Holzverkäufen deckt derzeit nur bedingt die Kosten der Aufarbeitung durch die an ihren Kapazitätsgrenzen arbeitenden Forstunternehmer. Alle Waldbesitzarten sind betroffen, Wald in öffentlichem Besitz genauso wie Privatwald.

Der Winter verschafft uns nun eine Atempause. Diese sollte effektiv dafür genutzt werden, das noch stehende Schadholz zu entfernen, da die Schädlinge teilweise auch unter der Rinde überwintern. Dies betrifft nicht nur die Fichte, sondern auch befallene Kiefern und Lärchen sollten nach Möglichkeit entfernt werden, um einer Verbreitung der Insekten zumindest teilweise entgegen zu wirken. Besondere Vorsicht und erhöhter Handlungsbedarf besteht an Straßen, Bahnschienen oder Bebauungsgrenzen.

Als Hilfe für die privaten Waldbesitzer wurde im Juni 2019 ein Förderprogramm in Kraft gesetzt, welches unter anderem die Aufarbeitung von Schadholz finanziell unterstützt. Die sogenannte Bagatellgrenze liegt bei 200 €, so dass erst ab Schadholzmengen von 27 Fm Fördermittel ausgezahlt werden können. Wichtig ist, dass die Fördermittel VOR Beginn der jeweiligen Arbeiten beim zuständigen Forstamt Weida beantragt werden müssen. Am besten wenden Sie sich dazu an Ihren zuständigen Revierförster/- försterin oder holen sich Auskunft im Forstamt. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen.

Das Thüringer Forstamt Weida wünscht Ihnen für das neue Jahr viel Kraft und Durchhaltevermögen bei der Pflege Ihres Waldes. Hoffen wir gemeinsam 2020 auf einen für den Wald verträglicheren Witterungsverlauf und auf positive Entwicklungen im kommenden Jahr.

Das Forstamt Weida