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Artikel vom 27.08.2020

Baufeld für Ferngas-Leitung in der Talsperre wird freigelegt

Zeulenroda - Am 1. September begann die geplante Absenkung der  Talsperre Zeulenroda, um bis zum 28. September das Baufeld für die  bevorstehende Verlegung der Erdgasleitung der Ferngas Netzgesellschaft mbH im Stauwurzelbereich der Talsperre Zeulenroda  wasserfrei zu machen. Der Absenkplan sieht eine Absenkung des  Stauspiegels von rund sechs Metern vor, die bis dahin erreicht sein soll.  Auf 125 Kilometern Länge zwischen Limbach in Thüringen und 
Niederhohndorf in Sachsen erneuert die Ferngas Netzgesellschaft mbH  ihre über 50 Jahre alte Erdgasleitung (EGL) 442. Ein rund 230 Meter  langes Teilstück der alten Leitung liegt derzeit im Damm der Vorsperre  Riedelmühle. Die neue Leitung soll im Stauwurzelbereich der Talsperre  Zeulenroda verlegt werden. 

Für die Freimachung des Baufeldes wurde die Absenkung auf den Tag  genau geplant, um den gewohnten Stauspiegel so lange wie möglich zu  halten und die touristische Nutzung der Wasserfläche während der 
Sommerferien so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Die Absenkphase beginnt am 1. September und wird einen knappen Monat  in Anspruch nehmen. Die Ferngas Netzgesellschaft geht nach ihren  Planungen von einem Baubeginn im Bereich der Stauwurzel der  Talsperre Zeulenroda am 28. September aus. Unter Einberechnung von  zu erwartenden mittleren Zuflüssen wird die Absenkung mit einer 
durchschnittlichen Unterlaufabgabe von vier Kubikmetern pro Sekunde  realisiert. Die tagesaktuelle Abgabe wird dann in Anhängigkeit vom  jeweiligen Niederschlags- und Zuflussgeschehen durch die Thüringer 
Fernwasserversorgung angepasst. Die durchschnittliche tägliche  Absenkung des Stauspiegels wird sich zwischen 15 und 22 Zentimetern  bewegen.   

Die Stadt Zeulenroda-Triebes, das Bio-Seehotel, der Segelverein sowie  der Fischereipächter als Pächter und Vertragspartner in der Nutzung der  Talsperre sind über das Vorhaben informiert. Die Thüringer 
Fernwasserversorgung weist Spaziergänger, Badegäste und  Hundebesitzer auf mögliche Gefahren in den freiwerdenden  Uferbereichen hin. Durch die dort vorhandenen Sediment- und 
Schlammauflagerungen besteht an der Uferzone die Gefahr des Versinkens.   

Der Wiedereinstau des Betriebsraums der Talsperre Zeulenroda erfolgt  nach Beendigung der Bauarbeiten der Ferngas Netzgesellschaft mbH im  Stauwurzelbereich. Die Thüringer Fernwasserversorgung geht derzeit von einem Wiedereinstau ab Anfang/Mitte Dezember dieses Jahres aus. 

Die angekündigte zeitgleiche Teilabsenkung der Vorsperre Riedelmühle  wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Für die geplante  Baumaßnahme zur Nachrüstung der Zwischenauslässe am Entlastungsbauwerk der Stauanlage wurden keine wirtschaftlichen  Angebote eingereicht. Die Thüringer Fernwasserversorgung ist  angehalten, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sparsam umzugehen und wird die Ausschreibung erneut vornehmen. Die  Ausführung richtet sich nach einem naturschutzbedingten Zeitfenster im  Jahr, so dass die Maßnahme auf das kommende Jahr verschoben wird.