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Artikel vom 19.05.2020

Zu Hause bleiben und Sinnvolles tun

„Ich will einfach nur helfen“

Über 300 Mund-Nasenschutzmasken genäht

 

Und das ist bei der Bernsgrünerin Silvia Ott während der Coronakrise allgegenwärtig. Sie nutzt die Zeit zu Hause, um Atemschutzmasken zu nähen.

Auf die Idee gebracht hatten sie Verwandte, die im Gesundheitswesen, im Krankenhaus, der Krankenkasse und im Pflegedienst arbeiten. Aus dem Internet holte sie sich die notwendige Anleitung zur Herstellung, und nach einigen Probieren klappte alles gut. „Ich bin kein Profi. Aber hobbymäßig habe ich schon früher an der Nähmaschine Änderungen an Kleidungsstücken vorgenommen, Gardinen und auch Faschingskostüme für die Kinder genäht. So ist etwas Geschick zum Nähen schon vorhanden“, sagt sie. Zwei bis drei Stunden am Tag sitzt sie nun an der Nähmaschine und verarbeitet kochfesten, mit mindestens 60° C waschbaren Baumwollstoff. Der zum Teil bunte Mund- und Nasenschutz zeigt sich u. a. mit Motiven der Biene Maja und der Feuerwehr. Manchmal schafft Silvia Ott zehn Masken am Nachmittag. „Da war ich spitze“, freut sie sich hinterher. Damit versorgt sie nicht nur die Familie, Verwandte und Freunde, sondern stattet auch Pflegepersonalkräfte und die Kameraden der FFW Bernsgrün und der Jugendfeuerwehr Bernsgrün aus, die in ihren Spinten im Feuerwehrhaus nun vorsorglich eine Atemschutzmaske vorfinden. Und ganz wichtig ist für sie dabei: „Ich will einfach nur helfen. Ich will nichts daran verdienen“, so die engagierte stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Ortslandfrauenvereins Bernsgrün und Mitglied des Feuerwehrvereins Bernsgrün. Inzwischen hat sie über 300 Masken genäht.

 

Text/Foto: Gabriele Wetzel

Foto: Landfrau Silvia Ott präsentiert ihre selbst gefertigten Atemschutzmasken. Für alle, die nicht wissen, ob sie möglicherweise infiziert sind, bietet die Maske beim Sprechen, Husten und Niesen Schutz zur Ausbreitung an andere.