Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

Volltextsuche

Fotoalbum
Orte/Ortsteile Karte anzeigen
Facebook Fanseite
Aktuelles
Artikel vom 13.10.2020

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!

Der Projekttag hat sich gelohnt!

Einmal im Jahr führen die Thüringer Unesco – Projektschulen gemeinsam einen Projekttag durch. Mittlerweile gibt es 12, und das macht es in Corona-Zeiten nicht einfacher. Seit Monaten waren der Ablauf und das Programm geplant worden, nachdem man sich zuvor als Termin auf den 22.9.20 und die Stadt Eisenach als Projektort verständigt hatte. Jede Schule durfte 6 Teilnehmer und eine Begleitperson schicken. Normalerweise werden die Schüler dann gemischt und in Gruppen eingeteilt, so dass der Kontakt zwischen den Schulen enger wird. Leider war das diesmal nicht so möglich, aber Kontakte gab es trotzdem bei manchen Aktivitäten.

Nach einer gemeinsamen Eröffnung auf dem Lutherplatz begannen 10.00 Uhr die Workshops. Kurzfristig waren auch diese wegen der Corona-Gefahr verändert worden. Im Lutherhaus konnte man eine Einführung in die Kalligraphie bekommen und seine Schönschreibkünste testen – natürlich mit Feder und Tinte!

Ebenso lustig wie interessant war eine Unterrichtsstunde wie zu Luthers Zeiten. Rechnen mit Hilfslinien, Latein und Musik standen auf dem Programm und natürlich wurde man gezüchtigt, wenn man falsch antwortete.

Überrascht war manch einer auch, dass der Lehrer früher die Kinder nicht nur schlagen durfte, sondern dem Dümmsten des Tages auch einen Eselskopf aufsetzte oder eine Kette mit einem Esel um den Hals hing, damit er on allen verspottet wurde.Eine besondere Art, die Geschichte Eisenachs kennenzulernen, bescherte uns der Mönch Heinrich. Mit viel Humor erzählte er anschaulich bei einer kleinen Stadtführung von Ritualen und Bräuchen im Mittelalter. Zum Beispiel dass Urin so wertvoll war, dass man ihn bis Erfurt transportierte. Manch einer konnte es gar nicht glauben. Er war Grundlage für eine Stofffärbetechnik!

Höhepunkt war natürlich der Besuch der Wartburg. Hier hatte man die Möglichkeit, selbst eine Seite wie Gutenberg zu drucken, gemeinsam an Stationen zu arbeiten und etwas über die Geschichte der Wartburg zu erfahren.                            

Wenn auch keine Innenräume wegen Corona besichtigt werden durften, war doch wenigstens die Turmbesteigung möglich. Das Wetter meinte es ebenfalls gut mit uns, so dass wir einen herrlichen Ausblick zum Abschluss des Projekttages hatten. 16.00 Uhr machten sich alle wieder auf die Heimreise. Einige waren wirklich geschafft, denn so viele Eindrücke und Stationen wollen erst verarbeitet werden. Und alle sind sich einig gewesen: Wenn man auch wegen Corona Abstriche machen musste, der Projekttag hat sich trotzdem gelohnt. Antje-Susan Kannenberg