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Aktuelles
Artikel vom 09.07.2021

Verein Winkelmannsches Haus in Triebes hat nach langer Zeit wieder Besucher eingeladen

"Gib und Nimm" – sowie Bücherflohmarkt und Brotverkauf begeisterten

Für die Berliner Christiane und Thomas Fischer war der Besuch des Winkelmannschen Hauses in Triebes ein ganz besonderes Erlebnis. Der Verein hatte am Sonnabend zum „Gib und Nimm“- sowie Bücherflohmarkt und Brotverkauf eingeladen. „Das ist ja wie bei Hänsel und Gretel“, sagte spontan die Besucherin Antje Kranert, die es sich mit ihrem Mann Guido nicht nehmen ließ, das frisch gebackene Brot mit leckeren Aufstrichen nach vogtländischen Rezepten zu kosten. Für die Besucher dieses historischen Triebeser Anwesens gab's noch jede Menge mehr zu erleben. Im Wohnhaus fanden die vielen Bücher des Flohmarktes Interesse. Auf einem Tisch im Garten hatte bei schönstem Wetter Ulrike Rußner den kleinen Gib- und Nimm Flohmarkt aufgebaut. Schnell waren die Angebote vergriffen.
Sie war die erste Vorsitzende, als der Verein im Zusammenwirken des BUND Kreisverbandes und der Stadt Triebes im Juni 1999 als „Regionales Zentrum für Umweltbildung und Naturschutz“ gegründet wurde und hält ihm nach wie vor die Treue. 2004 ist aus diesem der Verein Winkelmannsches Haus hervorgegangen. Das damals gestellte Ziel, die Häuser des Anwesens unter Beachtung denkmalschützerischer Aspekte zu erhalten und durch die Einrichtung einer ökologischen Begegnungs- und Beratungsstätte wieder mit Leben zu erfüllen, haben die Vereinsmitglieder  bis heute in unzähligen ehrenamtlichen Stunden geleistet. Davon konnten sich die Besucher bis ins Detail überzeugen. „Allein beim Rundgang durch das Grundstück, das heute Eigentum der Stadt Zeulenroda-Triebes ist, können die Betrachter einige Anregungen mitnehmen. So sind beispielsweise die Beete  mit aus Hanf geflochtenen Begrenzungen versehen. Martina Slansky hatte an diesem Vormittag viele Fragen zu beantworten. Sie freute sich ganz besonders darüber, dass es nach allen Corona-Turbulenzen endlich wieder interessante Begegnungen geben kann, die vorerst ohne regelmäßige Öffnungszeiten stattfinden. Natürlich stehen die Vereinsmitglieder angemeldeten Gruppen gern zur Verfügung.“Die Führungen, die wir insbesondere für Kinder anbieten wollen, werden die Senioren des Vereins ehrenamtlich durchführen. Ich habe viel im Garten zu tun. Wenn mich die Leute sehen und Fragen stellen, dann mache ich spontan einen kleinen Rundgang. Meistens sind es Touristen, die per Rad unsere Region durchstreifen. Zu den prominentesten Besuchern gehörte der Buchautor in Sachen Lehmbauten, Eckhard Beuchel, der einschätzte, dass unsere historisch erhaltenen Bauten im Vogtland nur noch ganz selten zu finden sind“, erzählte die Vereinsvorsitzende weiter. „Ein Architekt geht davon aus, dass unser Blockbohlenhaus, das noch vor dem 30-jährigen Krieg entstand, sogar das einzige in der Ostthüringer Region wäre“, ergänzte Ulrike Rußner.  Auf alle Fälle wird sich unser Verein am Tag des offenen Denkmals am 12. September beteiligen.